Entweder das Domizil benötigt Farberneuerung. Oder der Auszugstermin kommt näher und der Vermieter verlangt weisse Wände erneut. In beiden Szenarien entstehen immer wieder drei Fragen: Wie teuer wird es, gehört das zur Verpflichtung, und wer arbeitet gründlich.
Was kostet ein Maler in Bister, ehrlich?
Eine Wohnung komplett streichen kostet in Bister in der Regel zwischen 4'200 und 7'600 Franken. Den Ausschlag gibt dabei nicht die Fläche, sondern der Zustand der Wand: Eine glatte, helle Wand ist in Stunden gestrichen. Risse, Dübellöcher, Nikotin oder ein kräftiger Altton bedeuten Vorarbeit, und die Vorarbeit kostet.
Eine Hausfassade liegt nochmals darüber: Mit Gerüst bist du schnell bei 12’000 bis 20’000 Fr.
Ein Rat, den dir kein Preisrechner gibt: Rechne eher mit der oberen Hälfte der Spanne. Fast alle unterschätzen, wie viel saubere Vorbereitung ein gutes Resultat braucht.
Muss ich beim Auszug überhaupt streichen?
In der Schweiz ist ein weisser Wandanstrich nach rund 8 Jahren abgeschrieben, Tapeten nach etwa 10. Liegt der letzte Anstrich länger zurück, zahlt die Verwaltung, nicht du. So steht es in der paritätischen Lebensdauertabelle von Hauseigentümer- und Mieterverband.
Gewöhnliche Gebrauchsspuren sind dir erlaubt, kein Mangel. Ein paar Montagelöcher, schwache Gehwegverfleckungen, leichte Vergilbung – du haftest nicht. Zahlungen fordert die Verwaltung nur bei extremer Abnutzung: Rauchfleckung, ausgedehnte Verfärbung, oder die unkonventionelle Farbe vom damaligen Mieter. Selbst dann nur anteilig, gemäss Restwert.
Zwei Irrtümer, die teuer werden. Wer farbig gestrichen hat, muss vor der Abgabe zurück auf Weiss, sonst beteiligt sich die Verwaltung an nichts. Und Mietvertrags-Klauseln wie „alle drei Jahre frisch streichen“ sind vor Bundesgericht längst gekippt.
Der wertvollste Ratschlag: Organisiere zwei bis drei Wochen vor Auszugstag einen Inspektionstermin. So weisst du aktenkundig, was der Vermieter erwartet, und erlebst bei Schlüsselübergabe keine Überraschung.
Drei Offerten, drei Preise, welche stimmt?
Wenn die günstigste Offerte 40 Prozent unter der teuersten liegt, greif nicht reflexartig zur billigsten. Schau, was fehlt. Eine ehrliche Offerte schreibt die Vorarbeiten hin, sagt wie viele Anstriche gerechnet sind, macht klar ob Material drin ist und ob pauschal oder pro m² abgerechnet wird. Fehlt einer dieser Punkte, ist sie nicht günstig, sondern unvollständig.